Ölpreisentwicklung in Krisenzeiten

Wie verhält sich die Ölpreisentwicklung in Zeiten von Kriegen in Ölfördergebieten?

Die Ölpreisentwicklung ist von vielen Faktoren abhängig. Spontan würde man auf diese Frage antworten: Natürlich geht der Preis nach oben. Diese Einschätzung war bis vor wenigen Jahren ohne Einschränkung auch richtig, jetzt nur noch bedingt. Seitdem die USA, immerhin einer der größten Verbraucher von Energie weltweit, seine Ölförderpolitik geändert hat, hat sich auch die Volatilität des Ölpreises stark verändert. In der Vergangenheit haben die Vereinigten Staaten sehr große Mengen an Rohöl auf dem Weltmarkt aufgekauft, um die eigenen Reserven zu schonen. Durch einen Politikwechsel im Energiebereich und durch neue Fördertechniken (Fracking und moderne Bohrtechniken) sind die USA nahezu unabhängig von Öl aus dem Ausland geworden. Diese Tatsache ist entscheidend für die Ölpreisentwicklung, weil es dadurch zu einem Überangebot dieses begehrten Rohstoffs auf dem Weltmarkt gekommen ist. Durch dieses komfortable Angebot von Öl, das zurzeit weltweit zur Verfügung steht, sind die Auswirkungen von diversen Krisen oder Unglücken gedämpft geworden. Das heißt, es kommt zu Beginn einer Krise nach wie vor zu Spannungen auf dem Rohölmarkt, aber sie sind erstens nicht mehr so eklatant und zweitens nur von kurzer Dauer. Dies kann man zur Zeit sehr gut anhand der weltweit anhaltenden Bürgerkriege in ölreichen Gebieten, wie z.B. Irak oder Libyen sehen. Trotz dieser Unruhen verhält sich der Ölpreis relativ entspannt und ist auf einem Niveau, das so niedrig ist, wie schon seit Jahren nicht mehr.

Eine Frage der Zeit?

Ja, diese Entwicklung wird nicht ewig halten. Man muss sich bewusst sein, das sich diese Entspanntheit im Rohölmarkt sehr schnell mit einem erneuten Richtungswechsel in der Energiepolitik der Führungsmacht USA ändern kann. Die Erfahrung hat leider gezeigt, das wenig so sicher ist, wie der Wandel in der Politik.

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Energiebedarf senken im Eigenheim

In Eigenheimen kann man den Energiebedarf senken. Hierbei kommt es immer mehr auf die „inneren Werte“ an, also Dämmung und Heizung. Werden hier Modernisierungen vorgenommen, kann sich der Energieverbrauch erheblich senken. Bei Häusern, die nach dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung nach 1977 errichtet wurden, können hohe Einsparungen erreicht werden.

Erneuerung der Heizungsanlage

In erster Linie kann man mit einer neuen Heizungsanlage den Energiebedarf drosseln. Ein effizientes Öl-Brennwertgerät ersetzt den technisch überholten Niedertemperaturkessel und die elektrische Warmwasserzubereitung, die in sehr vielen Haushalten immer noch

durch Strom erfolgt. Um eine kostenlose Sonnenwärme für die Wärmeversorgung nutzen zu können, kann auf dem Dach mit wenigen Quadratmetern an Solarkollektoren die Ölheizung großzügig unterstützt werden. Bei einem Einfamilienhaus kann dies den Ölverbrauch erheblich senken. Öl kann zusätzlich durch die Einspeisung von überschüssigem Warmwasser in die Heizung gespart werden. In einem Kombispeicher kann die Sonnenenergie über einen gewissen Zeitraum bevorratet werden. Außerdem können weitere erneuerbare Energien (Holzkaminofen) miteingebunden werden. Vorhandene Öltanks müssen nicht ersetzt werden und können so weiter genutzt werden.

Wärmedämmung

Bei der Wärmedämmung gibt es viele Möglichkeiten, um den Energiebedarf zu senken. Je nach Alter des Hauses kann eine Außenisolierung erheblichen Wärmeverlust verhindern. Ein Austausch der Fenster nach heutiger Norm kann den Wärmeverlust ebenfalls minimieren. Kontrolliertes Lüften ist in diesem Zusammenhang von größter Wichtigkeit.

Eine weitere energetische Schwachstelle bildeten in der Vergangenheit die Heizungs- und Wasserleitungen. Eine Dämmung aller Leitungen in unbeheizten Kellerräumen senkt den Verbrauch zusätzlich. Hier kann man sich an der Energiesparverordnung (EnEV) orientieren.

Bei allen Modernisierungen sollte die Investitionssumme in einem überschaubaren Rahmen bleiben. Förderzuschüsse vom Staat kann man bei Banken beantragen, damit die Modernisierung finanziell tragbar bleibt.

Schema einer Hybridheizung mit Öl, Sonne und Holz

 

Unfall mit Gefahrgut

Da sich diese Woche ein Unfall mit Gefahrgut ereignet hat, soll aus diesem aktuellem Anlass (LKW mit Heizölladung umgekippt) auf das richtige Verhalten bei Unfällen mit Gefahrgut hingewiesen werden, um Schäden an Personen oder für die Umwelt zu mindern.

Grundsätzlich gilt:

Wer sich ohne genaue Informationen über mögliche oder tatsächlich

gegebene Gefahren der Schadensstelle nähert, begibt sich in Lebensgefahr!

Jede Maßnahme ist vor Ort gegen eine mögliche Eigengefährdung abzuwägen, z.B. Rettung

einer Person aus explosionsgefährdetem Gebiet, Betreten der Schadensstelle beim Austreten von Gasen und ständig wechselnde Windrichtung.

Was kann man also tun?

Da es für den normalen Verkehrsteilnehmer nicht auf Anhieb ersichtlich ist, um welchen Stoff es sich handelt – und der unter Umständen auch austreten kann – ist in erster Linie die Absicherung der Unfallstelle und die Benachrichtigung von Polizei und Feuerwehr mit dem Hinweis „Gefahrgutunfall“ die erste Maßnahme, die man treffen muss. Hilfskräfte können aufgrund der nummerierten orangen Tafeln an Gefahrgutfahrzeugen den oder die Stoffe identifizieren, die sich in dem Fahrzeug befinden. Sollte sich eine Person in akuter Gefahr befinden, so ist auch hier die Devise, dass man nur eine kalkulierte Eigengefährdung eingehen darf. Das bedeutet, nur wenn man sich sicher ist, dass kein Austritt von Gefahrgut stattfindet und es sich dabei um keinen Stoff handelt, der unmittelbar gefährlich für die eigene Person ist, dann sollte man alles Erdenkliche tun, um verletzte Personen zu bergen oder größere Schäden zu verhindern.

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